Immer mehr Unternehmen erkennen die Gefahren durch Hacker-Angriffe

Das Bewusstsein über die Gefahren der Cyber-Kriminalität nimmt zu. Kein Wunder, schließlich beziffern diverse Statistiken den Schaden, der in den vergangenen zwei Jahren durch Hacker & Co. verursacht wurde, auf rund 102 Milliarden Euro.

Ein Cyber-Krimineller, der sich in die Software des Energie- und Wasserversorgers einhackt, könnte einen ausgedehnten Blackout auslösen und damit eine ganze Stadt lahmlegen. Schließlich werde die Software von rund 300 Energie- und Wasserversorgungsunternehmen genutzt. Auch in anderen Bereichen nimmt das Bewusstsein über die Gefahren der Cyber-Kriminalität zu. Kein Wunder, schließlich beziffern diverse Statistiken den Schaden, der in den vergangenen zwei Jahren durch Hacker & Co. verursacht wurde, auf rund 102 Milliarden Euro. Die Cyberversicherung gewinnt immer mehr an Bedeutung.

3 Schaden-Beispiele

Hackerangriff/ ReputationsverlustBetriebsunterbrechung/ ProduktionsausfallVermögensschäden Dritter

Hacker überlasten das IT-System eines Online-Händlers (Denial-of-Service-Attacke), die Webseite des Händlers ist für drei Tage nicht mehr erreichbar. Neue Aufträge konnten nicht entgegengenommen, erteilte Aufträge konnten nicht bearbeitet werden. Die Presse berichtet über den Vorfall.

Die Folgen:

Kosten für einen Krisenberater: 28.000 EUR
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IT-Wiederherstellungskosten: 22.000 EUR
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Betriebsunterbrechung: 250.000 EUR

Unser Kunde ist Zulieferer für Sportgeräte­hersteller. Durch einen Hackerangriff kommt es bei Ihm zum Produktionsausfall. Somit kann er nicht liefern und seine Abnehmer erleiden eine BU. Der Forensiker ermittelt als Ursache des Angriffs eine fahrlässige Verletzung der Netzwerksicherheit bei unserem Kunden, weil ein Administrator des Kunden versehentlich die Firewall statt des eigentlich gewünschten Programmes deaktiviert hat.

Die Folgen:

Umsatzeinbußen durch Produktionsausfall: 205.000 EUR
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Forderungen der Auftraggeber wegen verspäteter Lieferungen: 500.000 EUR
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Sachverständigenkosten: 30.000 EUR

Ein Hacker erlangt Zugang zu den Kreditkartendaten der Hotelkunden. Die Datenbank umfasst ca. 6.000 Kundendaten, davon wurden 4.500 Kreditkarten missbraucht und die Zahlungsdaten bei Buchungsabschluss direkt an den Hacker übermittelt.

Die Folgen:

Benachrichtigung der Kunden: 120.000 EUR
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Nachforschungskosten: 20.000 EUR
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Rechtsanwaltskosten: 180.000 EUR
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Ansprüche der Kreditkarten-Inhaber: 600.000 EUR

 

27. April 2018 | KOLATUS

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